“Vegan eXtreme” – SportlerInnen und ihre Ernährung

Ein Ausstellungsprojekt von Günther Bauer.

“Vegan eXtreme” zeigt Menschen, die – abseits des Mainstream – durch die Verschmelzung von Sport und Ernährung ihre persönliche Lebensphilosophie gefunden haben. Sie leben die ihnen gemeinsame Überzeugung, dass vegane Ernährung und sportliche Spitzenleistungen kein Widerspruch sind. 12 Tableaus, arrangiert aus über 100 Fotos intimer Momente aus Training und Alltag, laden den Betrachter ein einzutauchen in die individuellen Lebenswelten jedes Einzelnen.

Die Ausstellung ist erstmalig zu sehen in Berlin anlässlich der Int. Grünen Woche:

17. Januar – 15. Februar 2014

Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin

Mo-Fr  8-20 Uhr
Sa, den 18.01.2014 ganztägig
(“Wir haben es satt”-Demo)

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: 20.30 UHR
FREITAG, DEN 17.01.2014

um 19.00 Uhr Autorenlesung
WALTER SCHORLAU präsentiert seinen neuen Kriminalroman “Am zwölften Tag”

AUSSTELLUNGSIMPRESSIONEN


STEFAN CHARES, Ultratriathlet beim Triple-Ultra-Triathlon 2013  in Lensahn / Lübeck

ARNOLD WIEGAND, Ultratriathlet finisht den Triple-Ultra-Triathlon 2013  in Lensahn / Lübeck

Die Projektidee

Sie rennen, schwimmen, laufen, quälen sich auf dem Rad oder ohne Schlaf beim Triple-Ironman, im Ultramehrkampf oder Ultramarathon, sie stemmen und ziehen Gewichte, treiben ihre Körper zu
persönlichen Höchstleistungen. Symbolisiert Fleisch und sein Verzehr immer noch Männlichkeit, Kraft und Ausdauer, so wird die vegane Ernährung hingegen als Mangelernährung betrachtet, die zu
Muskelschwund und Abmagerung führen kann. Mit ihren Leistungen widerlegen diese Sportler jedoch die in der Gesellschaft immer noch weit verbreitete Ansicht, dass sportliche Höchstleistungen bei
rein pfanzlicher Ernährung nicht möglich seien. Während die vegetarische Ernährung inzwischen eine gewisse  gesellschaftliche Akzeptanz erreicht hat, werden VeganerInnen immer noch als Exoten betrachtet.

Die Realisierung

Das Projekt beleuchtet die Lebensentwürfe einzelner Protagonist/innen. Sie werden in ihrem Alltag, beim Training oder bei Wettkämpfen mit der Kamera begleitet. Szenische Fotografien und Portraitaufnahmen
bilden den Kern des Ausstellungsprojekts.

In persönlichen Interviews mit Fragen an die Sportler

• zur Bedeutung des Sports in ihrem Leben
• zum Stellenwert ihrer Ernährung
• zu ihren Beweggründen für eine vegane Ernährung, zu eingegangenen Kompromissen
• zu ihrer Einschätzung des Zusammenhangs ihrer Ernährungsweise und ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit
• zu ihren persönlichen Zielen und der Akzeptanz ihres gewählten Weges durch das persönliche Umfeld
• oder auch zu Grundsatzthemen etwa nach der möglichen Modellhaftigkeit des Veganismus für die Gesellschaft

wird ein individuelles Bild der Einzelnen gezeichnet, aber auch die gesellschaftlich relevante Dimension von Ernährung deutlich. Sie bilden die Grundlage für die Texttafeln.
Bislang fanden Begegnungen mit 12 SportlerInnen statt. Weitere sollen folgen.