Archiv für die Kategorie „SportlerInnen“

Last Lap (Ehrenrunde) bedeutet beim Ultratriathlon nicht nur die letzte Laufrunde, sondern auch Ende des Wettkampfes bzw. des Wettkampftages. Mit ihrer jeweiligen Landesflagge  laufen die Athlet*innen in entgegengesetzer Richtung um sich zu verabschieden .

Auf dem Weg zur letzten Runde

Stefan auf dem Weg zur letzten Runde

Last Lap

Last Lap

Last lap

Last lap

Last lap

Last lap

Last Lap mit seiner Frau Anja und den beiden Töchtern Svenja und Joelle

Last Lap mit seiner Frau Anja und den beiden Töchtern Svenja und Joelle

Final Countdown - 339 Mal ist Stefan diese Runde gelaufen

Final Countdown – 339 Mal ist Stefan diese Runde gelaufen…

Ein unbeschreiblicher Moment. Nach 10 Tagen ist Stefan Chares am Ziel seiner Träume. In 10 Tagen hat der vegane Ultratriathlet eine Strecke 38 km schwimmend, 1800 km auf Rad und 420km laufend zurückgelegt.

Überglücklicher Finisher des Deca Ultratriathlon Switzerland

 

Gute Wetterprognosen und ein gut gelaunter Stefan vor dem Start in den letzten Wettkampftag.

Wetterprognose - Tag 10

Wetterprognose – Tag 10

Last Day!

Last Day!

Tag 10 setzt neue Energien frei

Tag 10 setzt neue Energien frei

Zum neunten Mal steigt Stefan als erster aus dem Becken

Zum neunten Mal steigt Stefan als erster aus dem Becken

Deca-Ultratriathlon

Noch einmal die Radstrecke auf dem Rheindamm mit einem tollen Panorama genießen

Noch einmal die Radstrecke auf dem Rheindamm mit einem tollen Panorama genießen

Tag 10 – vor dem Wechsel auf die Marathonstrecke

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Begleitet von seinen beiden Töchtern startet Stefan zum letzten Marathon…..

Stefan Chares am 10. Tag des Deca Ultratriathlon

Swenja macht das musikalische Feintuning- nichts anderes hören und laufen, laufen, laufen

Die Anspannung im Ultratriathlondorf fiel spürbar von allen ab – Vorfreude auf den letzten Tag. Auch der Wettkamof zwischen Rait Ratasepp und Richard Widnmer war längst zugunsten von Richard entschieden. Wieder gab es ein „battle“ auf der Schwimmstrecke zwischen Stefan und David. Fast hätten sie ihre persönlichen Bestzeiten geknackt. Aber kein Tag ist wie der andere. Die Marathonstrecke hatte Stefan ziemlich zugesetzt. Trotzdem kam er mit 13:49 ins Ziel.

9. Tag: Stefan Chares beim den Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

9. Tag: Stefan Chares beim den Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Voller Zuversicht : Stefan Chares mit Mark Hohe-Dorst vor dem Schwimmstart

Voller Zuversicht : Stefan Chares mit Mark Hohe-Dorst vor dem Schwimmstart

Gruppenfotos der Deca und Doble Deca Ultratriathlet*innen mit dem Bürgermeister von Buchs

Gruppenfotos der Deca und Doble Deca Ultratriathlete*innen mit dem Bürgermeister von Buchs

Wasser ist Stefans Element

Wasser ist Stefans Element

Deca-Ultratriathlon

Auf der Radstrecke auf dem Rheindamm

Auf dem Weg zur Wechselzone

Last lap : Glückwünsche für Stefan auf seiner letzten Runde

9. Tag – Geschafft

31.08.2016

Was für ein Tag! Stefan und der führende des Doble Deca Ultratriathlon Switzerland David Clamp lieferten sich im Wasser ein kleines Sonder-Rennen. Er steigt zum siebten Mal als erster aus dem Wasser und gibt auch auf dem Fahrrad mächitg Gas. Als dritter geht er auf die Laufstrecke, läuft wie in „Trance“ und gibt den dritten Platz nicht mehr ab. Endzeit 13:13 – 2,5 h schneller als am Tag 7.
Die ganzen Zweifel der vergangen Tage sind weg. Stefan ist in diesem Deca – Wettkampf angekommen.

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

 

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schwe

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

Der vegane Extremsportler Stefan Chares beim Deca Ultratriathlon in Buchs/ Schweiz

29.08.2016
Deca-Ultratriathlon 2016 in Buchs/ Schweiz – Tag 6:
Stefan ging sehr zuversichtlich den sechsten Tag an. Die Wetterprognosen sagten einen kühleren Tag voraus. Unter Umständen kühlen auch ein paar Regenschauer sein Füße. Wie immer kommt es anders : das Rennen mußte während des Schwimmens wegen eines Unwetters unterbrochen werden.
So konnte die Mehrzahl der Athlet*innen in Ruhe auf die Regenfahrt vorbereiten. Trotz der angenehmeren Temperaturen lief es auf dem Rad nicht rund. Wie viele Ultratriathleten konnte er sich dem Wettkapfmodus nicht komplett entziehen und mußte dann mit den schmerzhaften Konsequenzen beim Marathon kämpfen. Mit einer Tagesendzeit von 15:05 Stunden war er eine Stunde länger unterwegs als am Vortag.
(wegen Serverproblemen gibt es die Reportagefotos leider erst später. Eine kleine Auswahl ist schon auf der Facebokseite veröffentlicht)

https://www.facebook.com/Vegan-eXtreme-349851328416235/

Nur noch wenige Tage und der vegane Ultratriathlet Stefan Chares tauscht die heimische Trainingsidylle von Bräunlingen im Hochschwarzwald gegen die Wettkampfrealität im schweizerischen Buchs im Kanton St. Gallen. Dort wird vom Verein Swiss Ultratriathlon vom 24. August bis 2. September 2016 der Deca Ultratriathlon organisiert. 10 Sportler und zwei Sportlerinnen versuchen sich auf dieser „Königsdisziplin“. Zu bewältigen sind insgesamt 38 km Schwimmen, 1800 km Radfahren und 42,195 km Laufen – jeden Tag einen Ironman.

Nach einem erfolgreichen Wettkampfjahr 2014 mit den Teilnahmen an den Weltmeisterschaften im Double -und Triple-Ultratriathlon in der Slowakei und Deutschland suchte der 45 jährige Chares neue Herausforderungen. „Der Reiz ist nicht zu wissen, was dich erwartet, wie du mit Höhen und Tiefen im Laufe des Wettkampfes umgehst.“

Um möglichst perfekt vorbereitet an den Start zu gehen, trainierte Stefan Chares „möglichst konsequent“ nach Trainingsplan, in der Regel 15-25 Stunden die Woche.Ich versuche mich im Training mehr auf den einzelnen Tag, auf die Distanz eines Ironman zu konzentrieren“. Dazu zählen die 180 km Radrunden mit einem 30er Schnitt durch den Hochschwarzwald ebenso wie die Intervallbergläufe an den Uferwegen und die unendlichen Bahnen, die Stefan Chares beim Schwimmtraining im nahegelegenen Kirnbergsee zieht, manchmal unter den argwöhnischen Augen einer Entenfamilie.

Der Wettkampf ist mein Lebenselixier“, betont Chares. „Wenn ein Wettkampf gut läuft, wenn alles zusammenkommt, was positiv zusammenkommen kann, dann gibt er dir beim Zieleinlauf ein unbeschreibliches Hochgefühl – unabhängig von Zeit und Platzierung.“Nur zu gut hat Stefan Chares die Bilder des Triple Triathlon 2013 in Lensahn in Erinnerung. Mit Schüttelfrost lag er am Rande der Radstrecke und stand kurz vor der Aufgabe. Mit einer unfassbaren Energieleistung kämpfte er sich letztendlich bis zum Ende durch. „Die imaginäre Fratze, meines Geistes, die mich anschreit und versucht zu pushen, obwohl der Körper schon ausgelaugt ist und gleichzeitig einen Drachen, der die Seele symbolisiert, hinter sich herziehen muss, sind mir noch sehr präsent. Nur wenn sich diese drei Einheiten zusammenfinden, kann ich gut sein, kann ich einen perfekten Wettkampf absolvieren. Das heißt, der Geist muss ein bisschen zurücktreten, sodass der Körper nicht gepeitscht wird und die Seele sich wohlfühlt“

Das Respektieren der eigenen Grenzen, Spass zu haben und seinem Körper die Zeit zu geben, sich anzupassen und vor allem zu regenerieren, sind für den Physiotherapeuten und Heilpraktiker die wesentlichen Aspekte. Die Ernährungsweise und die Regeneration sind für ihn die Schlüsselpunkte zu einem erfolgreichen Wettkampf. Und da sieht er in der veganen Ernährung entscheidende Vorteile. Gleichzeitig betont er, dass das Essen auch während des Wettkampfes nicht nur im physiologischen und energetischen Sinn wichtig ist, sondern ihm auch ein Wohlgefühl verschaffen soll. „Was ich esse, macht mich glücklich“.
Funktionale (vegane) Gels sind für ihn nur eine Notlösung. „Je variabler das Essen ist, desto besser ist meine Stimmung“. Zuhause startet er morgens mit einem Wildkräuter-Smoothie aus dem eigenen Kräutergarten. Auch die Wettkampfnahrung besteht überwiegend aus Smoothies. Das Scheitern bei einem Ultrawettkampf kann nicht nur durch körperlichen Beschwerden verursacht werden, sondern auch dadurch, dass der Körper nicht zu regenerieren vermag und ihm nicht die notwendige Energie zugeführt wird. Um tagtäglich den Kalorienbedarf von 8000–12000 Kalorien zu decken und sein Energiedepot aufzufüllen, plant er auch mittags eine feste vegane/ roh-vegane Mahlzeit und für zwischendurch vegane Schokolade ein.

Am 24. August um 7.00 Uhr fällt der Startschuss im Freibad in Buchs. Dann gilt es tagtäglich 76 Bahnen à 50 Meter, 15 Runden à 12 Kilometer auf dem Rad auf dem Rheindamm und 35 Runden à 1.2 Kilometer Laufen rund um das Schwimmbad-Gelände zu absolvieren. Die 10-fache Ironman Distanz zu schaffen, körperlich gesund und mental fit ins Ziel zu kommen, wäre die Erfüllung meines sportlichen Lebenstraumes. Nur eine überschaubare Zahl an Athlet*innen haben sich bisher auf dieser Distanz bewiesen. Stefan Chares wäre der erste vegane Extremsportler.

Mal sehen, ob nach einem erfolgreichen Wettkampf der Geist zusammen mit der Seele und dem Körper sich an den heimischen Kirnbergsee setzen und die Entenfamilie beobachten können oder sich schon auf den imaginären Weg zu einer neuen Herausforderung machen, dem Double Deca-Ultratriathlon, der zeitgleich in Buchs ausgetragen wird.

Der Deca Ultrtriathlon 2016 wird vom 24. August – 2. September 2016  in Buchs im Kanton St. Gallen ausgetragen. Nach dem Wettkampfmodus müssen die Sportler*innen  einen Ultratriathlon (Ironman) pro Tag absolvieren.
Innerhalb von 10 Tagen legen die Athlet*innen eine Strecke von 38 km schwimmend, 1800 km auf dem Triathlonrad und 421,95 km laufend zurück. Sobald das Tageszeil erreicht ist, können sich die Sportler*innen für den kommenden Tag regenerieren. Ein erlauchter Kreis von zehn Extremsportler und zwei Extremsportlerinnen wagen sich an diese Ultradistanz.

Der Ultratriathlet Stefan Chares hält am Samstag, den 8. November 2014 in Frankfurt auf dem 2. EXTREMSPORT – TAG einen Vortag zum Thema „Extremsport und vegane Ernährung“. Organisiert wird der Event von der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSSD) und Fitness@Business.

STEFAN CHARES aus Brandt im Hochschwarzwald nimmt dieses Wochenende an der WORLD CHAMPIONSHIP , dem 23. Int. Triple-Ultra-Triathlon in Lensahn teil.
In Zahlen: 11,4 km Schwimmen, 540 km Radfahren, 126,6 km Laufen sind zu bewältigen. Startschuss war heute morgen um 7.00 Uhr. http://www.triathlonlensahn.de/
Seit einigen Jahren ernährt sich Stefan mit veganer Rohkost. Für mein Ausstellungsprojekt „Vegan eXtreme“ durfte ich ihn letztes Jahr beim Training und beim Wettkampf in Lensahn begleiten. Viel Erfolg, Stefan

Ausstellungs-Tableau "Stefan Chares"

© 14 G. Bauer/ SportART – Ausstellungstableau von Stefan Chares in der Böll-Stiftung, Berlin

Interview mit Mark Hofmann

Kurz vor dem Ironman in Frankfurt konnte ich mich mit Mark Hofmann, Gründer der Aktion „Laufen gegen Leiden“ zu einem Interview verabreden. In Begleitung von Justus sprechen wir über die Faszination des Triathlons, persönliche Zwiegespräche, und seine Rolle als „Leitwolf“.

Mark, am Sonntag startest du als veganer Triathlet zu deinem ersten IRONMAN. Wo lagen deine Schwerpunkte bei der intensiven Vorbereitung?
Die Herausforderung lag darin das Ganze Job, Kind, Frau, die Aktion „Laufen gegen Leiden“ (LDL) und wöchentlich 18 Stunden Training in den Alltag integrieren zu können.
Beim Training lag der Schwerpunkt vermehrt beim Fahrradfahren, da das Gros der Leistung  beim Fahrradfahren abgerufen wird. Das Lauftraining musste ich in den letzten sieben Wochen zurückschrauben, da ich mir einen Ermüdungsbruch im  Kreuzbein zugezogen habe. Die Ärzten versicherten mir jedoch, dass es kein instabiler Bruch ist und ich problemlos an den Start gehen kann. Das Schlimmste was mir passieren kann sind Schmerzen und damit kann ich umgehen.

Für einen „Normalo“ klingt das nach unsinniger Quälerei – wozu?
Der Sport an sich ist mir seit der frühen Kindheit sehr nahe, aber dass das in diesem Maße explodiert, verdanke ich meiner Umstellung auf ein veganen Leben. Ich kann das durchhalten, ich kann es in etwas Positives umwandeln und meinen Körper und meinen Geist weiterbilden, mich weiterentwickeln. Der Körper ist faul und ich bewege ihn, der Geist ist rastlos und ich befriede ihn. So wachse ich auf beiden Ebenen mit dem Ausdauersport. Dadurch hoffe ich zu einem besseren Menschen zu werden.

Der Ironman stand fast ein Jahr lang in deinem absoluten Fokus, visualisiert und täglich aktualisiert am Board in deiner Wohnung. Welche Faszination strahlt der Ironman auf dich aus? Welches sportliche Ziel hast du dir gesetzt und was folgt danach?
Im Gegensatz zu einem Marathon sind die Leute noch verrückter. Was ich wirklich interessant finde, sind die Leute, die neben Familie, Job nach ca. 15 Stunden ins Ziel kommen. Die erzählen richtig interessante Geschichten, wo dann die Tränen fließen. Die berühren mich unheimlich. Je größer die Aufgabe, die es zu bewältigen gibt ist, desto größer sind die Emotionen. Das genieße ich sehr. Ich glaube mich im Triathlonsport wohlfühlen zu können. Das Ziel ist ankommen, sportlich und körperlich und mental aufsaugen, inspirieren lassen, soviel mitnehmen wie möglich. Ich möchte erstmal sehen, wohin mich dieses Ereignis persönlich bringt, ob es irgendetwas in mir auslöst.
In deiner Ausstellung „Vegan Extreme“ gab es ein fantastisches Zitat eine Sportlers:“es geht nicht um Geschwindigkeit, nicht um Distanz es geht um Bewegung. Ich möchte gerne laufen können, …, grosse , lange Strecken und es so selbstverständlich wie atmen empfinden .“ (Anmerkung: Zitat von Stefan Chares)
Ja es geht um die Bewegung, um das Reisen von A nach B und zu schauen, was unterwegs passiert. Ich überlass es viel lieber meiner Spontanität, obwohl ich mir vorstellen kann, so etwas nochmals zu machen.
Da wir das zweite Kind erwarten, werde ich im kommenden Jahr etwas zurückschrauben und auch nicht die 100km in Biel laufen.

In unserem letzten Interview sagtest du, dass der Sport dir die Möglichkeit gibt, „mit dir selber in ein persönliches Zwiegespräch zu gehen“. Welche Themen stehen, standen im Vordergrund?
Eigentlich erinnere ich mich nicht wirklich an Details und das ist ein gutes Zeichen, bedeutet es doch, dass ich nicht viel mit mir „gestritten“ habe.
Im Prinzip geht es um das Erfahren, was in diesem Moment passiert und welche positiven oder negativen Auswirkungen das, was ich gerade mache, auf mich hat  und vor allem warum. An was und warum erinnert mich diese Strasse, dieses Waldstück an etwas in meinen Leben? Warum ist mir dies (un)angenehm? Die Erkenntnis, die Erfahrung steckt immer hinter diesem ‚Warum‘.
Wenn ich mich körperlich stark fordere, fällt bei mir eine Maske und ich bin völlig offen, frei von schlechten Gedanken und das kenn ich nur im Sport. Das sind die Zwiegespräche die ich mit mir führe. Auf einer sehr offenen Ebene versuche ich das ‚Warum‘ zu klären, hinter den verschiedenen Einstellungen, Gefühlen, die ich habe, Themen, mit denen ich mich beschäftige.

In Frankfurt  startest du nicht nur als Triathlet,  sondern als „Leitwolf“ des Laufrudels deiner Aktion „Laufen gegen Leiden“, um Spendengelder für Sea Shepherd zu sammeln. Wie ist die Resonanz auf „LGL“ und gibt es schon Ideen für zukünftige Events?
Ich erhalte eine gute Resonanz, was die Spenden, die verkauften T-Shirts, die eingehenden e-Mails angeht. Die Leute vor Ort  wie beim ersten veganen Lauffest in München im Englischen Garten interessiert es leider weniger. Die Internet-User , Online-Presse und die Blogs, die laufen heiss. Es ist gleichgültig wo wir laufen, viel wichtiger ist mir den Teilnehmern eine tolles gemeinschaftliches Event in einer schönen Umgebung bieten zu können. Vielleicht wird nächstes Jahr ein Trail-Event im Bayrischen Wald stattfinden.

Was treibt dich an, was gibt dir die Energie, neben deinem Beruf, deiner Familie, deine sportlichen Ziele und den vegane Läuferrudel zu vereinbaren?
Ich hab einmal den Entschluss gefasst am Ironman teilzunehmen, LGL wachsen zu lassen, beides bestmöglichst in mein Leben zu integrieren, Teil meines Lebens werden  zu lassen. Umso mehr Leute sich an LGL interessieren, mitmachen, spenden umso mehr bin ich motiviert für den Sport und umgekehrt, je mehr ich in meinem Sport aufgehe, desto mehr Aufmerksamkeit kann ich generieren.
Und wenn du einmal einen Entschluss gefasst hast, tust du alles Nötige um das Ziel zu erreichen. Insofern denke ich nicht darüber nach und es kostet mich keine Energie. Ich mache es einfach, weil es mir Spass macht und mir was bringt. Irgendwann wird es wohl auch meinen zeitlichen Rahmen sprengen.

Du hast vor vier Jahren deine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten radikal umgestellt und lebst seitdem vegan. Gibt es Zweifel an dem eingeschlagen Weg?
Der Begriff ‚Vegan‘ scheint in der letzten Zeit recht verwässert zu sei. Vegan ist nicht nur die pflanzliche Ernährung. Die veganen Lebensweise basiert ja auf einem moralischen Entschluss. Den kannst du nicht an und ausknipsen nach Bedarf. ‚Vegan sein‘ beinhaltet auch Dinge zu hinterfragen. Wenn mir beim Triathlon z.Bsp. Gels von Powerbar angeboten werden, so nehme ich die nicht, weil ich nicht die Tierversuche des NESTLE-Konzerns unterstützen möchte.
Aber es ist nie genug, was man macht –  es reicht einfach nicht. Mit 37 hat man …habe ich immer noch Hoffnungen. Die kann ich mir leider nicht alleine erfüllen. Dass meine Hoffnungen real werden, müssen 7 Milliarden andere Menschen noch mitspielen. Das ist ein Ziel, das ich nicht erreichen kann. Wenn das Ziel eine Utopie ist, weisst du nicht,  wo du auf diesem weg bist. Das lässt mich unzufrieden sein. Darum habe ich das Gefühl nie genug zu tun. Daran verzweifle ich manchmal und werde traurig. Aber nichts zu tun ist keine Option.

mehr Infos zu „Laufen gegen Leiden“ auf der webseite :

http://www.laufengegenleiden.de/