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Nur noch wenige Tage und der vegane Ultratriathlet Stefan Chares tauscht die heimische Trainingsidylle von Bräunlingen im Hochschwarzwald gegen die Wettkampfrealität im schweizerischen Buchs im Kanton St. Gallen. Dort wird vom Verein Swiss Ultratriathlon vom 24. August bis 2. September 2016 der Deca Ultratriathlon organisiert. 10 Sportler und zwei Sportlerinnen versuchen sich auf dieser „Königsdisziplin“. Zu bewältigen sind insgesamt 38 km Schwimmen, 1800 km Radfahren und 42,195 km Laufen – jeden Tag einen Ironman.

Nach einem erfolgreichen Wettkampfjahr 2014 mit den Teilnahmen an den Weltmeisterschaften im Double -und Triple-Ultratriathlon in der Slowakei und Deutschland suchte der 45 jährige Chares neue Herausforderungen. „Der Reiz ist nicht zu wissen, was dich erwartet, wie du mit Höhen und Tiefen im Laufe des Wettkampfes umgehst.“

Um möglichst perfekt vorbereitet an den Start zu gehen, trainierte Stefan Chares „möglichst konsequent“ nach Trainingsplan, in der Regel 15-25 Stunden die Woche.Ich versuche mich im Training mehr auf den einzelnen Tag, auf die Distanz eines Ironman zu konzentrieren“. Dazu zählen die 180 km Radrunden mit einem 30er Schnitt durch den Hochschwarzwald ebenso wie die Intervallbergläufe an den Uferwegen und die unendlichen Bahnen, die Stefan Chares beim Schwimmtraining im nahegelegenen Kirnbergsee zieht, manchmal unter den argwöhnischen Augen einer Entenfamilie.

Der Wettkampf ist mein Lebenselixier“, betont Chares. „Wenn ein Wettkampf gut läuft, wenn alles zusammenkommt, was positiv zusammenkommen kann, dann gibt er dir beim Zieleinlauf ein unbeschreibliches Hochgefühl – unabhängig von Zeit und Platzierung.“Nur zu gut hat Stefan Chares die Bilder des Triple Triathlon 2013 in Lensahn in Erinnerung. Mit Schüttelfrost lag er am Rande der Radstrecke und stand kurz vor der Aufgabe. Mit einer unfassbaren Energieleistung kämpfte er sich letztendlich bis zum Ende durch. „Die imaginäre Fratze, meines Geistes, die mich anschreit und versucht zu pushen, obwohl der Körper schon ausgelaugt ist und gleichzeitig einen Drachen, der die Seele symbolisiert, hinter sich herziehen muss, sind mir noch sehr präsent. Nur wenn sich diese drei Einheiten zusammenfinden, kann ich gut sein, kann ich einen perfekten Wettkampf absolvieren. Das heißt, der Geist muss ein bisschen zurücktreten, sodass der Körper nicht gepeitscht wird und die Seele sich wohlfühlt“

Das Respektieren der eigenen Grenzen, Spass zu haben und seinem Körper die Zeit zu geben, sich anzupassen und vor allem zu regenerieren, sind für den Physiotherapeuten und Heilpraktiker die wesentlichen Aspekte. Die Ernährungsweise und die Regeneration sind für ihn die Schlüsselpunkte zu einem erfolgreichen Wettkampf. Und da sieht er in der veganen Ernährung entscheidende Vorteile. Gleichzeitig betont er, dass das Essen auch während des Wettkampfes nicht nur im physiologischen und energetischen Sinn wichtig ist, sondern ihm auch ein Wohlgefühl verschaffen soll. „Was ich esse, macht mich glücklich“.
Funktionale (vegane) Gels sind für ihn nur eine Notlösung. „Je variabler das Essen ist, desto besser ist meine Stimmung“. Zuhause startet er morgens mit einem Wildkräuter-Smoothie aus dem eigenen Kräutergarten. Auch die Wettkampfnahrung besteht überwiegend aus Smoothies. Das Scheitern bei einem Ultrawettkampf kann nicht nur durch körperlichen Beschwerden verursacht werden, sondern auch dadurch, dass der Körper nicht zu regenerieren vermag und ihm nicht die notwendige Energie zugeführt wird. Um tagtäglich den Kalorienbedarf von 8000–12000 Kalorien zu decken und sein Energiedepot aufzufüllen, plant er auch mittags eine feste vegane/ roh-vegane Mahlzeit und für zwischendurch vegane Schokolade ein.

Am 24. August um 7.00 Uhr fällt der Startschuss im Freibad in Buchs. Dann gilt es tagtäglich 76 Bahnen à 50 Meter, 15 Runden à 12 Kilometer auf dem Rad auf dem Rheindamm und 35 Runden à 1.2 Kilometer Laufen rund um das Schwimmbad-Gelände zu absolvieren. Die 10-fache Ironman Distanz zu schaffen, körperlich gesund und mental fit ins Ziel zu kommen, wäre die Erfüllung meines sportlichen Lebenstraumes. Nur eine überschaubare Zahl an Athlet*innen haben sich bisher auf dieser Distanz bewiesen. Stefan Chares wäre der erste vegane Extremsportler.

Mal sehen, ob nach einem erfolgreichen Wettkampf der Geist zusammen mit der Seele und dem Körper sich an den heimischen Kirnbergsee setzen und die Entenfamilie beobachten können oder sich schon auf den imaginären Weg zu einer neuen Herausforderung machen, dem Double Deca-Ultratriathlon, der zeitgleich in Buchs ausgetragen wird.

Der Ultratriathlet Stefan Chares hält am Samstag, den 8. November 2014 in Frankfurt auf dem 2. EXTREMSPORT – TAG einen Vortag zum Thema „Extremsport und vegane Ernährung“. Organisiert wird der Event von der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSSD) und Fitness@Business.

Ab heute 1. Oktober werden alle LäuferInnen aufgerufen an der „vielleicht größten Studie Europas zu Laufsport und Ernährung“ teilzunehmen.
Ein Team von Ernährungs-, Sportwissenschaftler und Medizinern unter der Leitung von Dr. Katharina Wirnitzer sammelt bis zum 31. Dezember 2015 Informationen von omnivoren, vegetarischen und veganen LäuferInnen.
Das Ziel der Studie sind möglichst umfassende wissenschaftliche Erkenntnisse über den Gesundheitsstatus und die sportliche Leistungsfähigkeit von MischköstlerInnen im Vergleich zu vegetarischen  und veganen SportlerInnen. https://www.nurmi-study.com/

„1. Vegane Lauffest gegen Leiden“ am 18. Mai 2014 in München

Mark Hofmann begann 2011 mit dem Laufsport und lebt seitdem konsequent vegan. Er gründete die gemeinnützige Tierrechtsaktion „Laufen gegen Leiden“ und organisiert vegane Laufevents, um Spendengelder z.Bsp. für „Sea Shepard“ zu sammeln. Nach der weltweit ersten „Veganen Ultramarathonstaffel B12“, die im Mai 2013 stattfand, startet dieses Wochenende am 18. Mai 2014 das „1.Vegane Lauffest gegen Leiden“ mit ca. 120 LäuferInnen in München.

Mark Hofmman, Ultramarathon. Gruender und Organisator "Lauf gegen Leiden" . Diese Foto ist Teil des Ausstellungsprojektes "Vegan eXtreme" von Guenther Bauer/ SPortART

MARK HOFMANN, Triathlet und Ultramarathonläufer:


>>Verzicht – ja ! Verzicht auf Leid und Tod – und auf stupides Mitmachen. Ich finde es extremer, Tiere genetisch zu optimieren und in dunklen Boxen einzupferchen.<<


Gleich 14 Seiten hat „das vegan magazin“ in seiner Erstausgabe dem SportART-Projekt „Vegan eXtreme“ gewidmet. Das neue Lifestyle-Magazin wird herausgegeben von Christian Vagedes und ist im „ethiconomy-verlag“ erschienen.Ausstellungsprojekt "Vegan eXtreme - SportlerInnen und ihre Ernährung"

Endspurt – die Ausstellung in Berlin läuft nur noch bis morgen Samstag, den 15.02.14

Allen, die die Ausstellung nicht besuchen konnten, allen deren Interesse durch den Besuch der Ausstellung geweckt wurde, möchte ich die portraitierten Sportler_innen mit zusätzlichen Fotos und Zitaten hier vorstellen. Einfach immer mal reinschauen oder sich mit mir auf Facebook vernetzen.

STEFAN HIENE, Radsportprofi und Nährstofflogistiker:

Ausstellungsprojekt Vegan eXtreme - SportlerInnen und ihre Ernaehrung von Guenther Bauer

>> Ich bin ein Erfahrungsjunky und probiere lieber aus, statt darüber zu philosophieren. <<



Katrin unf Daniel vom veganen Laufblog BEVEGT haben mich zu den Hintergründen des neuen Ausstellungprojekt „Vegan eXtreme“ befragt.

Ein Ausstellungsprojekt von Günther Bauer.
“Vegan eXtreme” zeigt Menschen, die – abseits des Mainstream – durch die Verschmelzung von Sport und Ernährung ihre persönliche Lebensphilosophie gefunden haben. Sie leben die ihnen gemeinsame Überzeugung, dass vegane Ernährung und sportliche Spitzenleistungen kein Widerspruch sind.
Die Ausstellung ist erstmalig zu sehen in Berlin zur Int. Grünen Woche:

17. Januar – 15. Februar 2014

Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin

Mo-Fr  8-20 Uhr
Sa, den 18.01.2014 ganztägig
(„Wir haben es satt“-Demo)

Eröffnung mit Autorenlesung: Freitag, den 17.01.2014 – ab 19.00 Uhr
WALTER SCHORLAU präsentiert seinen neuen Kriminalroman „Am zwölften Tag“