DFB-Pressekonferenz anlässlich der offiziellen Vorstellung der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und ihres Trainerteams.
Vorgestellt wurde die ehemalige 125-fache Nationalspielerin und ehemalige Bundestrainerin des schweizerischen Frauen-Nationalteams von DFB-Präsident Reinhard Grindel, Oliver Bierhoff, dem DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie, sowie dem sportlichen Leiter Nationalmannschaften, Joti Chatzialexiou. Martina Voss-Tecklenburg soll das Frauen-Nationalteam wieder an die Weltspitze zurückführen. Die Ansprüche an sie und die Spielerinnen sind hoch. Ihre persönlichen Werte hatte sie in einem Interview für die „Pionierinnen“-Ausstellung klar definiert (s. Foto).
Sich selbst charakterisiert sie als sehr ehrgeizig , emotional und als eine Teamplayerin. Mal sehen, was sie von ihren Spielerinnen erwartet…

 

 

 

Morgen Freitag, den 30.11.18 erfolgt die offizielle Einführung der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg mit einer Pressekonferenz in den heiligen Hallen des DFB. Nachdem Horst Hrubesch als „Interimstrainer“ das Frauen-Nationalteam wieder auf Erfolgkurs gebracht hat, lastet der Druck ab morgen auf den Schultern der ehemaligen Spielerin und Trainerin des FCR 2001 Duisburg.

Für die "Pionierinnen"-Ausstellung konnte ich Martina Voss-Tecklenburg auf dem Schulhof der Gesamtschule Meiderich in Duisburg fotografieren. Mit 5 Jahren klettert mit ihrem Brüdern über den Zaun in den Schulhof um Fußball zu spielen. Im Schwimmbad entdeckt sie ein Vereinstrainer, doch erlaubte die Mama der "zarten Martina" zunächst nicht ihrer Leidenschaft nachzugehen. Mit 15 Jahren wurde sie mit KBC Duisburg zum ersten Mal den DFB-Pokal und zwei Jahre später die "Deutsche Meisterschaft". Für ihre sportlichen Erfolge erhielt die 126 - fache Rekordnationalspielerin die höchsten sportlichen Auszeichnung , das "Silbernen Lorbeerblatt".

Für die „Pionierinnen“-Ausstellung konnte ich Martina Voss-Tecklenburg auf dem Schulhof der Gesamtschule Meiderich in Duisburg fotografieren. Mit 5 Jahren klettert sie mit ihrem Brüdern über den Zaun in den Schulhof um Fußball zu spielen. Im Schwimmbad entdeckt sie ein Vereinstrainer, doch erlaubte die Mama der „zarten Martina“ zunächst nicht ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Mit 15 Jahren wurde sie mit KBC Duisburg zum ersten Mal den DFB-Pokal und zwei Jahre später die „Deutsche Meisterschaft“. Für ihre sportlichen Erfolge erhielt die 126 – fache Rekordnationalspielerin die höchsten sportlichen Auszeichnung , das „Silbernen Lorbeerblatt“.

Fußball als globales Phänomen wird mittlerweile als Event vermarktet und erfolgreich verkauft. Fußball ist ein ökonomischer Machtfaktor und besitzt große mediale Bedeutung. Das Spiel mit dem Ball fasziniert Menschen jeglichen Alters, jeglicher Herkunft und auch jeglichen Geschlechts und jeglicher sexueller Orientierung? 1974: „Das geht nicht! Mädchen spielen keinen Fußball!“, sagte meine Oma.

„2011 von seiner schönsten Seite“, sagen die Vermarkter der Frauen-WM in Deutschland.
Fast vier Jahrzehnte liegen zwischen diesen beiden Aussagen. Meine Oma wollte mich 1974 nicht spielen lassen, weil es sich für Mädchen nicht gehörte, zu kämpfen oder auf dem Rasen herumzurutschen. Das war damals ein Sport für die Jungen und Männer und für die „Mannweiber“.

Pionierinnen des deutschen Frauenfussballs

Und heute?
Heute scheint es so, als würde es die „Mannweiber“ von gestern nicht mehr geben, weil ja heute die „schönen“ Frauen Fußball spielen, es gibt sogar eine schlanke, langhaarige, blonde Barbie, die Fußball spielen kann. Es werden viele Anstrengungen unternommen, um den Frauenfußball wegzubringen vom Klischee des Lesbensports. Dabei ist Fußball, sowohl auf dem Feld als auch in den Fankurven, ein Reservat, ein Schutz- und Rückzugsraum für überkommene Männlichkeitsvorstellungen. Der letzte Ort, an dem „wahre Männlichkeit“ gelebt werden kann. Diese Männlichkeit des Fußballs wird über die Abgrenzung zu Frauen und Schwulen und damit durch Sexismus und Feindlichkeit gegenüber Schwulen und Lesben erreicht. Schlechte Spieler werden als „Mädchen“ oder „Schwuchtel“ bezeichnet. Fußballspielende Frauen sind, auch heute noch, „Mannweiber“ oder „Lesben“.
Auf und um den Platz können unterschiedlichste Verhaltensweisen ausgelebt werden, ohne dass Fans oder Spieler als unmännlich gelten. Hier wird von den fußballerischen Kräften der Vermännlichung gesprochen, durch die z.B. ein metrosexueller David Beckham oder auch Männer mit Mädchenhaarbändern männlich erscheinen.
Fußballspielende Frauen treffen diese vermännlichenden Kräfte somit auch, und wer nicht als lesbisch oder „Mannweib“ gelten will, muss sich möglichst nah heranarbeiten an die gängigen Klischees von einer schönen heterosexuellen Frau.
Gesprochen wird offen kaum bis gar nicht über die sexuelle Orientierung und das gilt erstaunlicherweise sowohl für den Männer- als auch für den Frauenfußball.

©  2011 Tanja Walther-Ahrens
Auszug aus dem Ausstellungskatalog „Pionierinnen des deutschen Frauenfußballs“ erschienen 2011 im LEGAT Verlag; ISBN 978-3-932942-38-9.
Die Autorin Tanja Walther-Ahrens ist Sportwissenschaftlerin und spielte früher in der Frauenfußball-Bundesliga.  Sie engagiert sich in der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF). Ihr Buch „SEITENWECHSEL – Coming out im Fußball“ erschien 2011 im Verlag Gütersloh; ISBN 978-3-579066-99-8

Im Rahmen des Themenschwerpunktes „Homosexualität im Sport“ der TAZ.nord haben Gareth Joswig und Paulina Hemesath ein sehr lesenswertes Interview mit der „bisher jüngsten Torhüterin der Bundesliga“ Frederike Wenner geführt:
„Das kann krank machen“

Am Samstag, den 01. Juli wird ein Teil der Ausstellung „Pionierinnen des deutschen Fraunfußballs“ bei den RESPECT GAYMES im Berliner Jahn-Sportpark zu sehen sein.

„Das Projekt Respect Gaymes wurde im Jahr 2005 vom Lesben – und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V. ins Leben gerufen und dient der Begegnung zwischen homosexuellen und heterosexuellen Menschen, die sonst keinerlei Berührungspunkte haben. Das Ziel des Projekts ist es, Vorurteile abzubauen und Respekt und Toleranz zu fördern.

Egal ob hetero-, bi-, homosexuell oder transgender: Bei dem Sport- und Kulturevent Respect Gaymes treten junge Menschen gemeinsam an für gegenseitigen Respekt. Die Botschaft ist klar: Für Hass und Gewalt gibt’s die Rote Karte.“

 

Respect Gaymes 17 Plakat

 

Günther Bauer fotografiert die ehemaligen Fußballnationalspielerin Pia Wunderlich auf dem Hartplatz des TuS Schwarzenau. Für die Ausstellung  "Pionierinnen des Frauenfußballs" hat sich die Weltmeisterin von 2003 mit dem Fotografen und Ausstellungsmacher Günther Bauer auf die Zeitreise zu den Anfängen ihrer Fußballkarriere gemacht nach Bad Berleburg-Schwarzenau gemacht. 1982 Im Alter von 7 Jahren begann sie in der Jungenmannschaft des TuS Schwarzenau und wechselte später über den TSV Battenberg zur SG Praunheim, dem heutigen 1.FFC Frankfurt mit dem sie im Laufe ihrer Karriere u.a. 2x das Triple  (Deutsche Meisterschaft, Pokal und UEFA-Pokal) gewinnen konnte. Am Donnerstag, den 2.2.2017 um 17.00 Uhr wird Pia Wunderlich zusammen mit Landrat Erich Pipa die Ausstellung "Pionierinnen des deutschen Frauenfussballs" im Main-Kinzig-Forum eröffnen. Und zum ersten Mal wird auch das Tryptichon über die Fußball Pia Wunderlich zusammen mit denen von Steffi Jones, Silvia Neid, Bärbel Wohlleben und über 20 weiteren Pionierinnen zu sehen sein.

Günther Bauer fotografiert die ehemaligen Fußballnationalspielerin Pia Wunderlich auf dem Hartplatz des TuS Schwarzenau. Für die Ausstellung „Pionierinnen des Frauenfußballs“ hat sich die Weltmeisterin von 2003 mit dem Fotografen und Ausstellungsmacher Günther Bauer auf die Zeitreise zu den Anfängen ihrer Fußballkarriere gemacht nach Bad Berleburg-Schwarzenau gemacht. 1982 Im Alter von 7 Jahren begann sie in der Jungenmannschaft des TuS Schwarzenau und wechselte später über den TSV Battenberg zur SG Praunheim, dem heutigen 1.FFC Frankfurt mit dem sie im Laufe ihrer Karriere u.a. 2x das Triple (Deutsche Meisterschaft, Pokal und UEFA-Pokal) gewinnen konnte. Am Donnerstag, den 2.2.2017 um 17.00 Uhr wird Pia Wunderlich zusammen mit Landrat Erich Pipa die Ausstellung „Pionierinnen des deutschen Frauenfussballs“ im Main-Kinzig-Forum eröffnen. Und zum ersten Mal wird auch das Tryptichon über die Fußball Pia Wunderlich zusammen mit denen von Steffi Jones, Silvia Neid, Bärbel Wohlleben und über 20 weiteren Pionierinnen zu sehen sein.

Das Multimediaprojekt „Pionierinnen des deutschen Frauenfußballs“ von Günther Bauer ist eine künstlerische Illustration von 50 Jahre Geschichte deutschen Frauenfußballs – von den Anfängen, über die Aufhebung des Spielverbotes durch den DFB 1970, zu den großen Erfolgen, bis zur WM 2011. Spannend in diesem Zusammenhang sind die „Pionierinnen“, die begeisterten Frauen, die sich gegen alle Widerstände für „ihren“ Sport entschieden haben und damit die Grundlagen für den heutigen Boom schufen. Den Spuren dieser Pionierinnen ist Bauer gefolgt und konnte die Persönlichkeiten mit der Großbildkamera an den Orten ihrer Erfolge oder auch ihrer ersten Gehversuche mit dem Ball portraitieren. Die faszinierenden Geschichten ihrer Jugend sind als Interview festgehalten. Eine Verschmelzung von Sport und Kultur. „Pionierinnen des deutschen Frauenfußball“ versteht sich als Forum der Auseinandersetzung zum Thema Frauenfußball.
Zusätzlich stellt das „Archiv Frauenleben im Main-Kinzig-Kreis e.V.“ mit ihrer Präsentation „Pionierinnen des Frauenfußballs – Main-Kinzig-Kreis im Fokus“ den Bezug zur Region her. Pressemeldungen aus dem vereinseigenem Zeitungsarchiv sowie von Sportvereinen aus den Sportkreisen Schlüchtern, Gelnhausen und Hanau zur Verfügung gestelltes Bildmaterial fokussieren exemplarisch Kämpfen und Wirken der „hiesigen“ Pionierinnen und derzeit Aktiven.
Die Ausstellung ist bis zum 30. März 2017 zu sehen und wird eröffnet von Landrat Erich Pipa.

Besondere Gäste sind:

PIA WUNDERLICH, ehem. Nationalspielerin und Weltmeisterin 2003
GÜNTHER BAUER, Fotograf und Ausstellungsmacher

Die Vernissage findet am 2. Februar 2017 um 17 Uhr im
Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums statt.

Ort der Ausstellung:
Bürgerportal des Main-Kinzig-Kreises
Barbarossastr. 24
63571 Gelnhausen
Öffnungszeiten:
Mo – Do : 08:00 – 18:00 Uhr
Fr : 08:00 – 14:00 Uhr

 

 

Ausstellungsplakat zur "Pionierinnenausstellung" im Main-Kinzig-Forum" in Gelnhausen.

Ihr Fokus wird in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf  den grünen Rasen und den Fußball gerichtet sein. Weitere Infos unter:

http://www.dfb.de/news/detail/celia-sasic-beendet-ihre-laufbahn-127035/

Bürgermeister Guido Orthen eröffnete am 1.Juli 2015 bei hochsommerlichen Temperaturen offiziell die Ausstellung. Bis 14. August 2015 sind die „Pionierinnen  des deutschen Frauenfußballs“ im Rathaus von Bad Neuenahr zu den entsprechenden Öffnungszeiten zu sehen.

Pionierinnen
Sponsoren
DFB Kulturstiftung

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